Mein Warenkorb ( 0 )

Cadus Truck

Cadus – redefine global solidarity


CADUS ist eine gemeinnützige und unabhängige Hilfsorganisation, die innovative und nachhaltige Projekte initiiert. Im Mittelpunkt steht dabei die bedarfsgerechte Hilfe zur Selbsthilfe. Die Entwicklung der Projekte basiert auf den vielfältigen beruflichen Erfahrungen und Kompetenzen des Teams. Die fachübergreifende Kooperation mit zahlreichen Partner*innen ist für uns ebenso selbstverständlich wie die Berücksichtigung sozialer und ökologischer Aspekte.

Effektive Zusammenarbeit, Interdisziplinarität und kritische Reflexion der bisher gängigen NGO-Praxis sowie eine frühzeitige Einbindung lokaler Communities gehören zu den zentralen Werten von CADUS.

Getragen wird die Arbeit durch ein großes Netzwerk an tatkräftigen Unterstützer*innen und ist ausschließlich über Spenden finanziert. Um dieses Projekt zu unterstützen kannst du entweder direkt an CADUS spenden oder bei uns die Solishirts von CADUS kaufen. 10 Euro je verkauftes Shirt gehen direkt CADUS.

Cadus Header

Wer in den letzten Monaten die Nachrichten über den Krieg in Syrien mitverfolgt hat kam an diesen Meldungen nicht vorbei: im Oktober 2015 wurde ein Krankenhaus in Samin bombardiert, im Februar 2016 ein weiteres von Ärzte ohne Grenzen geleitetes in Maarat al-Numan zerstört und Anfang Mai musste ein Krankenhaus in Aleppo seine Arbeit aufgrund massiver Zerstörungen einstellen. Zahlreiche Patienten und Personal fielen den Bomben zum Opfer.

Seit Beginn des Krieges sind gezielte Angriffe auf Gesundheitszentren, Krankenwägen und -häuser trauriger Bestandteil der Kriegsführung in Syrien. Ein Großteil der Bevölkerung ist von medizinischer Versorgung abgeschnitten. Wir von CADUS möchten deswegen eine mobile Klinik für Nordsyrien und -irak aufbauen, um dynamisch Versorgungslücken in der Bevölkerung schließen zu können.

Medizinische Soforthilfe muss dringend geleistet werden: zerstörte Infrastruktur nach fünf Jahren Bürgerkrieg, ein humanitäres Embargo und eine steigende Anzahl von intern vertriebenen Menschen - so stellt sich in vielen Teilen Syriens die gegenwärtige humanitäre Lage dar. Die kurdisch kontrollierten Gebiete Syriens bilden dort leider keine Ausnahme, es mangelt vor allem an medizinischer Ausrüstung, Fachpersonal und einer konsequenten ärztlichen Versorgung außerhalb der großen Städte. Gleiches gilt für die Region Sinjar im Nordirak, der schwer zugänglichen Peripherie an der Frontlinie zum so genannten Islamischen Staat.

Der internationalen Staatengemeinschaft scheinen bisher jedoch Willen und Konzepte für die Region zu fehlen. Seit Beginn unseres Einsatzes im Norden Syriens und des Irak 2014 stand allerdings für uns fest, dass eine nachhaltige medizinische Grundversorgung im ersten Schritt nur über ein mobiles Konzept umzusetzen ist. Zu dynamisch waren 2014/15 noch die Frontverläufe, zu unklar ist bis heute, ob sämtliche Konfliktparteien medizinische Einrichtungen als Schutzbereiche respektieren. Gezielter Beschuss von Krankenhäusern hat sich in den letzten zwei Jahren als Taktik vor allem der syrischen und russischen Luftwaffe, aber auch türkischer Artillerieverbände etabliert. Der Zivilbevölkerung soll, so scheint es, jede Überlebensmöglichkeit genommen werden. Weitgehend verschont von Luftangriffen blieben bisher die kurdischen Kantone. Dafür fanden hier die erbitterten Kämpfe gegen den „IS“ und andere jihadistische Milizen statt, welche auf ihrem Rückzug sämtliche Krankenhäuser sorgsam entkernten, um das Material in ihre Einflussbereiche zu verbringen.

Das de facto Embargo der türkischen Regierung gegenüber den kurdischen Gebieten in Syrien hingegen verhindert einen Wiederaufbau der vorhandenen medizinischen Einrichtungen konsequent. Ein Röntgengerät oder eine OP-Lampe bekommt man eben nicht so leicht über die Grenze geschmuggelt. Solange bestehende Krankenhäuser entweder gezielt beschossen werden oder ihr Wiederaufbau unmöglich gemacht wird, müssen Menschen unnötigerweise weiter sterben und leiden.

Dem wollen wir zumindest im ersten Schritt für die kurdisch verwalteteten Gebiete Nordsyriens und des Iraks entgegenwirken. Daher soll mit eurer Hilfe im Januar 2017 ein mobiles Krankenhaus in den Nordirak beziehungsweise nach Nordsyrien entsandt werden. Unser Konzept des mobilen Krankenhauses hat folgende Vorteile:

- Gewährleistung medizinischer Versorgung auch außerhalb der Städte; sei es die vernachlässigte Bevölkerung in ländlich schwer zugänglichen Gegenden als auch in den vielen Geflüchtetencamps.

- Flexible Reaktion auf sich ändernde Bedingungen wie z.B. Sicherheit, Naturkatastrophen oder die Notwendigkeit einer schnellen Impfkampagne.

- Autarkie. Das Krankenhaus wird im fertigen Zustand bis zu einem Monat ohne äußere Hilfe handlungsfähig sein.

- Ausbildungsgrundlage für medizinisches Personal. Wir wollen weiterhin Freiwillige zu Rettungssanitäter*innen ausbilden, wofür sich die Klinik als praxisnaher Ort anbietet.

Wir hoffen mit dem mobilen Krankenhaus Fluchtursachen zu bekämpfen, einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensumstände der syrisch/irakischen Bevölkerung zu leisten und ihnen zu ihrem Menschenrecht auf medizinische Versorgung zu verhelfen.
Mehr zu Information zum Konzept von CADUS findest du auf deren Website.