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die Antifa Zentrale in Berlin

Antifa

Was bedeutet ANTIFA?

Die Abkürzung Antifa steht für Antifaschismus. Wenn von »der Antifa« gesprochen wird, bezieht sich das meist auf Gruppenstrukturen, die sogenannte Antifaschistische Aktion. Unter diesem Sammelbegriff werden unterschiedlichste Gruppen zusammengefasst. Diese Gruppen haben keine Anführer*innen noch ein ein Hauptquartier. Man kann die Antifa eher als eine linke soziale Strömung ohne feste Organisationsstruktur beschreiben.
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Konferenz der »Antifaschistischen Aktion von 1932«


Eine sehr kurze und verkürzte, dafür aber zusammenfassende Darstellung der Geschichte der Antifaschistischen Aktion beginnt in der Weimarer Republik. Frühere Vorläufer hat es aber auch schon Italien mit den Arditi del popolo gegeben. Die neuere Antifa Bewegung hat ihre Wurzeln in den parteiunabhängigen Strömungen, deren Ziel es war, den aufkommenden Faschismus in Europa dauerhaft zu überwinden. Nach dem Zweiten Weltkrieg schlossen sich überlebende Antifaschist*innen zu Antifaschistischen Aktionsausschüssen zusammen um die notwendige Entnazifizierung durchzuführen. Diese wurden von den Alliierten allerdings verboten, aufgelöst oder offiziellen Verwaltungsorganen unterstellt.

In den 1960er Jahren dominierte der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) und später sogenannte K-Gruppen das linkspolitische Geschehen. Für diese Gruppen war Antifaschismus kein Hauptbestandteil ihrer politischen Ausrichtung. Das gilt genauso für die späteren Gruppen wie Bewegung 2. Juni und Rote Armee Fraktion etc., die somit in keiner direkten Verbindung mit den späteren Antifa Gruppen stehen, weder organisatorisch noch als Vorbild, sondern eher als Teil linker Geschichte gelesen werden können.

Wenn von Antifa gesprochen wird, meint das vielmehr den organisierten Kampf gegen Neonazis der sich seit den 1970er in der BRD und später auch in der DDR formierte. Das bedeutet konkret: Neonazi Aufmärsche verhindern, rechte Strukturen aufdecken und militante Aktionen gegen Neonazis. In den 1980er entstanden immer mehr lokale Antifa Gruppen um den wachsenden rechten Strukturen und Parteien wie der NPD etwas entgegenzusetzen. Es entsteht zu der Zeit auch die sogenannte Autonome Bewegung. Wichtig waren auch die zahlreichen Publikationen wie zum Beispiel das Antifaschistische Infoblatt, das Rechercheergebnisse zu Neonazi Strukturen öffentlich machte und andere Publikationen die rechte Aktivitäten dokumentierten und ideologische Fragen diskutierten. Bekannt war hier insbesondere die später verbotene Zeitschrift radikal.

Hoyerswerda 1991

In den 1990er erstarkte der Nationalismus und die Anzahl von Angriffen und Morden durch Neonazis stieg. Zu nennen sind hier beispielsweise die rassistischen Angriffe auf Geflüchtete in Hoyerswerda, die Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen und die Morde in Mölln. Gleichzeitig bildeten sich immer mehr neonazistische Gruppen (zum Beispiel der NSU) und Gruppen die gezielt Antifa Gruppen angreifen, die sogenannte Anti-Antifa. Auch nicht zu vergessen, die massiven Repressionen durch den Staat. Aufgrund der dringende Notwendigkeit antifaschistischer Arbeit, gab es als Reaktion immer wieder Bündnisse zwischen unterschiedlichen Gruppen und Aufrufe zu Demonstrationen, die sich dieser Entwicklung entgegenstellten.

Das ist auch schon das Ende der Zusammenfassung, da sich die Geschichte nahtlos an die Gegenwart anschließt, denn die Notwendigkeit antifaschistischer Arbeit bleibt weiterhin bestehen.

 

 


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