Anarchie & Punk aus Costa Rica

– Interview mit Enemgixs del Enemigo / neues Release.

 

Hey! Stellt euch und Enemigxs del Enemigo doch erstmal kurz vor – und schreibt doch auch ein paar Worte zu dem aktuellen Release!
Saludos! Wir sind Spike (Gitarre und Gesang) und Sharon (Gesang). Die Band gründete sich 2006 nachdem sich 3 Akordez, eine der ersten Anarchopunk-Bands in Costa Rica, aufgelöst hatte. Enemigxs del Enemigo entstand aus dem Bedürfnis weiterhin eine libertäre Message zu verbreiten und die Musik als Werkzeug dafür zu sehen. Selbstverständlich ist sie nicht das einzige Werkzeug, aber ein wichtiges um unsere Gedanken, unsere Kämpfe zu vermitteln und die Gräuel dieses Systems zu benennen – und diese Gedanken mit unseren Freund*innen zu teilen, und na klar auch zusammen zu feiern. Der Kampf findet aber jeden Tag statt und wir werden die Welt nicht alleine durch Musik verändern; wir müssen eine theoretische Basis schaffen und versuchen diese in allen Aspekten unseres Lebens in die Praxis umzusetzen, uns selbst und unsere Umgebung verändern.

 

Zum Release: einige der bereits veröffentlichten Songs haben wir neu aufgenommen. Einige Songs waren schon auf anderen Alben, aber aus verschiedenen Gründen war der Sound nicht wirklich gut – oder sie haben sich halt über die Jahre etwas verändert, außerdem hatten wir 4 neue Songs, die wir noch nicht aufgenommen hatten. Wir hatten dann die Chance im Austausch gegen ein paar Tattoos bei einem Freund aufzunehmen und daraus ist dieses Release geworden.

 

Wie steht es denn momentan um den Anarchismus in Costa Rica? Was passiert in der Bewegung und in der Gegenkultur?
Ich kann dazu sagen, dass die Aktivität vor der Pandemie schon eher gering war, obwohl die Notwendigkeit aktiv zu werden immer präsenter wurde – unter der Pandemie ging dann aber gar nichts mehr. Hier war es nicht ganz so deutlich wie in anderen Ländern, aber auch hier steigt die Repression Stück um Stück während die krasseste Korruption und die Pläne und Realitäten der sozialen Kontrolle seitens der Regierung immer offensichtlicher werden. Es ist klar, dass wir gegen die Regierung kämpfen müssen, und es finden immer wieder Personen zusammen um dem Bedürfniss nach neuen Aktivitäten und Organisationsformen nachzukommen.

 

Als wir euch das letzte mal besuchten haben wir im Vergleich zu davor mehr feministische Standpunkte, Kollektive und Bands in der Szene beobachtet, was uns sehr gefreut hat. Könnt ihr etwas dazu schreiben?
Auf jeden Fall, feministische Kämpfe sind gewachsen und viele anarchafeministische Gefährt*innen waren super aktiv, aber – wie gesagt – diese Pandemie hat zu mindest die sichtbaren Kämpfe deutlich demobilisiert. Wir sind uns aber sicher, dass auch weiterhin Aktionen und Events (auf die ein oder andere Art) geplant werden, auch wenn sich zum Beispiel viele Bands aufgelöst haben. Es kommen aber auch immer wieder neue nach und sobald es wieder möglich ist Konzerte und andere Aktivitäten zu organisieren, wird es bestimmt weiter gehen und viele weitere spannende Projekte angestoßen werden. Die Pandemie hat auch dazu beigetragen, dass uns individuell und kollektiv viele Sachen, Bedürfnisse und auch Fehler bewusst geworden sind.

Wie ist die Beziehung zu anderen Bewegungen in Costa Rica – gibt es indigene Kämpfe? Ökologische Kämpfe?
Es gibt viele indigene Kämpfe der 8 verschiedenen indigenen Gruppen: Bribri, Cabécar, Maleku, Chorotega, Huetar, Teribe, Brunca und Ngäbe. Ungefähr einhundert Tausend Indigene kämpfen seit 100 Jahren, vor allem im Süden, für ihre Gebiete und Ressourcen gegen die Regierung der Landbesitzenden und die Zerstörung der Natur. Einige ihrer Anführer*innen wurden von der Regierung ermordet, viele ihrer Ressourcen wurden zerstört, zum Beispiel durch ökologische Zerstörung und Abholzung, aber auch durch Brandanschläge auf von ihnen zurück erobertetes Territorium.

Viele von uns Anarchist*innen versuchen durch Kommuniqués und andere Mittel Aufmerksamkeit auf die Thematik zu lenken, das ist aber etwas schwer, weil wir nicht so viele sind. Auch die Distanz, mangelnde finanzielle Mittel und die schwere Erreichbarkeit einiger ihrer Territorien machen es für uns schwer. Es gibt Unterstützer*innengruppen, aber diese sind kaum anarchistisch. Immer mal wieder gibt es Aktionen, wie die Unterstützung mit Nahrungsmitteln und Werkzeugen, das ist aber kein einfacher Job und insbesondere ist es schwer ihn konstant zu machen.

Es gibt große ökologische Schäden im Land, wie zum Beispiel Wasserverschmutzungen, die Überfischung der Gewässer, Luftverschmutzung, die übermäßige Verwendung von Chemie in der Landwirtschaft, Abholzung und kaum Aufforstung – um nur einiges zu nennen.

 

Gibt es ein paar News-Seiten, die ihr Interessierten an der Bewegung empfehlen könnt?
Ehrlich gesagt gibt es gerade nur eine Gruppe auf Facebook namens ›Anarchism in Costa Rica‹, https://adelibertad.noblogs.org/ gab es eine zeitlang, ist aber schon seit einer Weile nicht mehr aktualisiert, mensch kann dort aber die 18 älteren Ausgaben nachlesen. Es gibt auch den Blog http://aktitudkoherente.blogspot.com/ auf dem mensch Musik, Bücher und Zines (einiges ziemlich alt) runterladen kann.

 

Habt ihr noch ein paar subkulturelle Empfehlungen aus Costa Rica? Vielleicht auch über den Tellerand, gibt es anarchistischen HipHop oder Techno?
Es gibt einige anarchistische akkustische Musik: Asilvestrado , Grita, Zorralf, Mir, Toposikosis und dann noch den Rapper KVN HUMANO mit einigen sozialkritischen Texten.

 

Wollt ihr noch ein paar abschließende Worte schreiben?
Danke für das Interview und dafür, Projekte am Leben zu erhalten – lasst uns anarchistische Organisation weiter voran bringen, Punk und Aufrechtigkeit, Gegenseitige Hilfe und diy! Un fuerte abrazo libertario.

Ate spike y Sharon

 

 

Anarquía y Punk desde Costa Rica

Entrevista con Enemgixs del Enemigo / nueva publicación.

En primer lugar, preséntense a ustedes mismos y a Enemigxs del Enemigo, ¡y escriban algunas palabras sobre el lanzamiento actual!
Saludos somos spike guitarra y vocal y Sharon vocal, la banda nace en el 2006 después de la desintegración de 3 akordez que fue una de las primeras bandas anarcopunk de este país , Enemigxs del enemigo se crea por la necesidad de seguir dando un mensaje libertario, el seguir utilizando la música como una herramienta no la única pero si una muy importante para transmitir nuestro pensamiento, el sentimiento de lucha, de denuncia de las atrocidades del sistema en que vivimos, y a las vez de disfrutar y compartir con nuestros amigos, La lucha es cotidiana y no solo con música cambia el mundo, hay que generar una base teórica y buscar llevarla a la practica en todos los aspectos de nuestras vidas, cambiando nosotros mismas y nuestro entorno y respecto al Nuevo lanzamiento se hace regrabar unas canciones que ya salían en otros discos pero que por distintas razones ya sea de sonido que no era muy bueno o que han ido cambiando a lo largo de los años y agregando 4 canciones nuevas que teníamos sin grabar y pues nos salió la oportunidad con un amigo que tenia un lugar de grabación y nos cambio la grabación de las 12 canciones a cambio de tatuajes.

 

¿Cuál es el estado actual del anarquismo en Costa Rica? ¿Qué está pasando en el movimiento y en la contracultura?
Te comento que antes de la pandemia no es que hubiera mucha actividad pero iba creciendo la necesidad de actuar pero en cuanto a la pandemia se a perdido cuantitativamente. aquí quizás no se a visto tan marcado como en otros países pero si se a notado poco a poco la represión la corrupción mas descarada y los planes y realidades del gobierno y sus practicas de control social y porque hay que luchar contra el gobierno, por lo que grupos de personas hemos estado organizándonos en distintos proyectos y viendo la necesidad de generar actividades y organizarnos nuevamente.

 

Cuando te visitamos la última vez, notamos más puntos de vista feministas, colectivos y bandas en la escena en comparación con antes, lo que nos hizo muy felices. ¿Puedes escribir algo sobre eso?
Pues han crecido mucho las luchas feministas y muchas compañeras anarco feministas están actuando mucho, pero esta pandemia como te comento a desmovilizado al menos visualmente muchas luchas pero estamos seguros que los planeamientos de acciones siguen dándose de una u otra forma, las bandas muchas se han desarmado pero también muchas nuevas están saliendo, apenas se puedan empezar a hacer conciertos y actividades estamos seguros que van a salir muchas bandas y proyectos muy interesantes ya que esta pandemia a servido también para darse cuenta de muchas cosas y necesidades y errores que teníamos como individuos y colectivos.

 

¿Cuál es la relación con otros movimientos en Costa Rica? ¿Hay luchas indígenas? ¿Luchas ecológicas?
Luchas indígenas hay muchas, ocho etnias diferentes: Bribri, Cabécar, Maleku, Chorotega, Huetar, Teribe, Brunca y Ngäbe. Un numero de mas o menos cien mil indígenas , por ejemplo los del sur llevan 10 décadas luchando por sus territorios y necesidades básicas contra gobierno terratenientes y violencia de maquinarias que a asesinado a varios de sus lideres y Fuentes de supervivencia, además de daños ecológicos como deforestación en sus distintos territorio y incendios premeditados de las tierras recuperadas por las tribus. tratamos como anarquistas muchos de informar mediante comunicados y demás pero es un poco difícil debido a la cantidad de compañeros que somos muy pocos , la distancia, carencia de dinero y lo difícil de penetrar en algunos de sus territorios, hay grupos que apoyan y demás pero grupos anarquistas es casi nulo se han hecho cosas, llevar alimento y herramientas en algunos momentos, pero no es un trabajo fácil y lo malo es que es difícil que sea constante. Y daños ecológicos los hay muchos algunos que puedo mencionar son la contaminación de las aguas, sobre explotación de recursos del mar, contaminación del aire, uso excesivo de agroquímicos, deforestación y muy poca reforestación y estos son solo algunos.

 

¿Hay algunos sitios de noticias que pueda recomendar a las personas interesadas en el movimiento?
La verdad por los momentos las que conozco son en Facebook llamada anarquismo en costa rica, estuvo un tiempo el https://adelibertad.noblogs.org/ pero esta desactualizada hace un tiempo , pero se pueden descargar los 18 periódicos que se sacaron y algunos artículos de interés, también esta un blog llamado http://aktitudkoherente.blogspot.com/ donde se puede descargar música de costa rica y publicaciones como libros y zines, algunas bastante Viejas de costa rica.

 

¿Tiene alguna recomendación subcultural de Costa Rica? Quizás también más allá, ¿hay hip hop o techno anarquista?
Hay proyectos de trova anarquista, como: asilvestrado , grita zorralf, mir, toposikosis, de hip hop hay un chico con letra de critica social llamado KVN HUMANO

 

¿Quieres escribir algunas palabras finales?
Gracias por la entrevista y por mantener vivos estos espacios, sigamos incitando a la organización anarquista, punk y a la sinceridad, apoyo mutuo y el hazlo tu mism@. Un fuerte abrazo libertario.

Ate spike y Sharon