Afterhour statt Rushhour!

Ahoi,

Gleich 5 Clubs sollen in Berlin dem Ausbau der A100 weichen. Für Autos. 2023.
Nicht nur das Autobahnen symbolischer und praktischer Ausdruck einer sicher verschärfenden Klimakatastrophe sind, sie sind auch deutlicher Spiegel einer unsolidarischen, verdrängenden und ignoranter Stadtpolitik. Mit der Forcierung des Ausbaues von Autobahnen in ganz Deutschland hat die Bundesregierung eines deutlich gemacht: gesellschaftliche, solidarische und ökologische Lösungen der anstehenden Probleme durch Klimawandel gehen ihr vollkommen am Arsch vorbei. Dies wird kombiniert mit einer lebensfeindlichen, (post-)kolonialen und patriarchalen Städteplanung. Einzig eine technokratische Lösung erscheint in dieser Logik möglich – eben eine Lösung die den ›Lebensstandard‹ einiger weniger erhält und die Lebensqualität für alle ruiniert.

Da ist das ankleben auf Straßen doch durchaus eine kleine Intervention, die in diesem mörderischem Alltag stört – und die reicht um heute als ›kriminelle Vereinigung‹ gezählt zu werden. Bei aller Kritik an der LG, dennoch solidarische Grüße!

Auch angesichts derartiger Repression bleibt halt aber auch die Frage, warum mensch nicht effizienter und für die agierenden sicherer in den Alltag interveniert…


ab zur Klima Kategorie

Eine direkte Form der Intervention war die Besetzung der Wuhlheide. Wir freuten uns riesig und wünschen uns mehr davon.

Ob das ://about blank sich irgendwann ins Lützeblank verwandelt, die anderen Clubs mitziehen oder von Aktivist*innen nach dem ›freiwilligen‹ Umzug neu besetzt werden … wir würden uns eine andere Lösung wünschen – den sofortigen Stopp aller Autobahnbauvorhaben – was aber niemals ohne Druck von unten passieren wird. Eine Zone A Défendre mit einigen Clubs, Kulturzentren und selbst-verwaltetem Wohnraum in der Mitte klingt aber schon auch nach etwas verteidigenswerten.

Funktionieren wird das alles aber nicht durch Appelle an die Politik, sondern durch das zusammenstehen in einer Vielfalt der Taktiken! Oder wie das blank es formuliert: »in diesem sinne sind wir solidarisch mit allen, die sich an der tiefer- oder stilllegung der verbrennungsmotorisisierten verhältnisse versuchen, egal ob mit sekundenkleber, fahrtwind, instrumentenkasten oder dem richtigen mischgetränk.«

Kultur & Wald – statt Asphalt.

Solidarische Grüße,
die bm-crew

 

p.s.: FREE LINA!