Unterm Techno liegt der Punk

… zugegeben, das Motto haben wir geklaut – aber immerhin von Freundin*innen von uns und bisher haben die sich auch noch nicht darüber beschwert! ;) ♥
Es passt aber auch einfach zu gut zu unserem kleinem Label Black Mojito. Wir hatten das Bedürfnis für unsere zahlreichen (sub-)kulturellen Nebentätigkeiten mal ein eigenes Projekt zu gründen – auch und gerade weil wir finden, dass die wesentlichen politischen Inhalte von Black Mosquito über (sub-)kulturelle Grenzen hinausgehen.

So ist das Label eher ein Ausdruck unserer persönlichen Vorlieben und könnte auch als Spaßprojekt bezeichnet werden – aber bei aller Kritik an Subkultur sehen wir in ihr auch nach wie vor einen politischen Ausdruck. Sie schafft Räume in denen Menschen politisiert werden und Skills erlernen, sie ist uns ein Stützpunkt und ein Ausgleich gegen die Gesamtscheisse. Auch wenn es na klar keine Friede-Freude-Eierkuchen-Welt im Falschen gibt und auch in vermeidlich emanzipatorischen Gegenbewegungen immer wieder ähnliche Muster wie in der Gesamtgesellschaft auftreten - wir sehen das als ein Feld der Auseinandersetzung in welchem sich manchmal auch schon ganz easy ein Unterschied machen lässt, zum Beispiel in der Auswahl des Lineups, wenn mensch z.B. einfach mal drauf achtet, dass nicht immer nur Typen hinterm Pult oder auf der Bühne stehen.

Klar ist aber auch, dass rein mit Subkultur die Gesellschaft nicht als Ganzes verändert werden kann. Es mag dabei auch revolutionärere Subkulturen als Punk und Techno geben, doch diese sind eben die unseren. Zumindest für einen Teil von uns ist das Feld zwischen Crust, Punk, Techno oder doch lieber sexpositiver Schneckno relevant, für andere wiederrum auch ziemlich egal.

Message in a Bottle

 

Wir pendeln da wohl irgendwo zwischen dem CrimethInc. Klassiker »Dropping Out. Eine revolutionäre Verteidigung von Verweigerung, Aussenseitertum und Subkultur« und ihrer aktuelleren Analyse »Vom eigenen Standpunkt aus kämpfen« (nachzulesen in Message in a Bottle).

Die Frage ob und wie politisch relevant das Ganze sein kann halten wir jedenfalls für spannend … und auch über die jeweiligen Ausprägungen von Subkulturen halten wir eine Auseinandersetzung für sinnvoll, daher bringen wir auch demnächst eine deutsche Übersetzung des Straight Edge Klassikers »Towards a Less Fucked Up World« raus.

Abschließend steht aber für uns persönlich fest: Musik und vor allem Partys und Raves sind wichtige Orte des Miteinanders und dienen trotz all ihrer Übertreibungen (oder gerade deswegen) immer wieder als Motivation und hedonistische Inspiration. Na klar bleiben die Kopfschmerzen auch mal ein paar Tage und der Emo Kater wird mit dem Alter irgendwie auch nicht besser, aber wir möchten die Zeit, die wir auf solchen Veranstaltungen verbringen auch nicht missen – dort oder auf der späteren Afterhour entstanden bisher nämlich einige unserer besten, lustigsten und manchmal auch ziemlich blöde Ideen, letztere haben wir zum Glück oft dann doch nicht umgesetzt.

 

Eine dieser Ideen war das Label und wenn es euch interessiert, was wir mit dem Label so vor haben – hier auf dem Blog und auf der eigenen Facebook Seite bleibt ihr auf dem Laufenden… geplant sind auch schon zwei Veröffentlichungen (1x Hardcore und 1x Techno) auf Vinyl.

 

Disco Bomb

Zurück zur Party-Reihe von der wir den Titel des Newsletters geklaut haben: Nachdem Miserabel auf den letzten beiden Parties den Klo Floor und die Lobby im ://aboutblank bespielt hat, reißen nun unser neuer Label Act Tekktonik und DJ Wandschrank auf der »Unterm Techno liegt der Punk« die Hardtekk Hütte im Blank Garten ein. Außerdem spielen bei der Veranstaltung auch noch weitere großartige Acts wie Kenny Kenny Oh Oh, Lucinee, Jay Quentin, und und und… irgendeine rumpelige Deutschpunkkapelle ist auch noch am Start! ;)

Ende Mai findet im Mensch Meier auch noch eine Soliparty statt, die wir euch empfehlen wollen – weil: #nocopsinclubs!

 

Oi,
eure bm-crew

 


 

# 1. Mai – Workless Class Action
Der 1. Mai steht ja auch schon bald vor der Tür, wir verschicken fleißig Mobi-Material und wollen euch auch mal hier auf die Demos hinweisen.

Dabei richten wir uns einfach danach, welches Material uns erreicht hat. Vollständig ist die Liste sicher nicht und es gibt bestimmt noch zig weitere Möglichkeiten was sinnvolles am 1. Mai zu machen.

#Berlin: MyGruni - 1. Mai im Grunewald

#Duisburg: RiseUp Duisburg gegen den Aufmarsch der Nazis von "Die Rechte".

#Erfurft: »Schnauze Voll«, gegen den Aufmarsch der AfD https://schnauzevoll.noblogs.org/ & https://doityourself.noblogs.org/aufruf/ 

#Hamburg: Mach das mal anders - Antiautoritäre 1. Mai Demo Harburg

#Plauen: Aktionen gegen den Aufmarsch von "Der 3. Weg" http://antifavogtland.blogsport.eu/…/1-mai-plauen-aufruf-z…/

#Wuppertal: Autonomer 1. Mai https://autonomer1mai.noblogs.org/

 


 

# Antifa Area Ueberall
In Kooperation mit Schüler*innen aus Hamburg haben wir ein neues Motiv in den Shop genommen »Antifa Area Überall«

Was ist passiert?

Sticker der Gruppe „Antifa Altona Ost“, die an einer Pinnwand in einem Klassenraum der Ida-Ehre Stadtteilschule angebracht waren und im Zuge des Politik-Unterrichtes besprochen werden sollten, wurden bei dem von der AfD eingerichteten Petz-Portal „Initiative für neutrale Schulen“ gemeldet.
Die AfD reagierte mit einer kleinen Anfrage in der Hamburger Bürgerschaft in der sie aus ein paar Stickern ein „linksextremes Netwerk“ konstruierten, dass sie vermeintlich aufgedeckt hätten.
Darüber hinaus sollte Druck auf die Schulbehörde ausgeübt werden, um die Sticker entfernen zu lassen.

… die ganze Hintergrundgeschichte kann bei uns im Shop nachgelesen werden.