144 Jahre Freiraum nächstes Jahr Geschichte!?

Ahoi, In Berlin sollen Anfang des Jahres gleich 144 Jahre selbstverwaltete Kultur und anarchistische Freiräume verschwinden – Drugstore (46 Jahre), Potse (37 Jahre), Syndikat (33 Jahre) und die Liebig34 (28 Jahre) sind zum 1.1. gekündigt. Ohne solche Räume ist Berlin aber halt auch nur noch Duisburg. Dabei ist das Problem aber sicher nicht, dass Berlin dadurch weniger hip wird, sondern das alternative Lebensentwürfe weiter zurück gedrängt werden – generell geht es zur Zeit vielen wichtigen soziokulturellen und emanzipatorischen Räumen an die Substanz. In Halle die Hasi, in Marburg die linke Kollektivkneipe Havanna 8, in Hamburg die Villa Dunkelbunt, in Mainz das Haus Mainusch, das AZ Köln und ebenfalls in Berlin die Meuterei … allesamt Projekte die 2019 ums Überleben kämpfen. Und die Liste ist sicher nicht vollständig.

Wie es in einem kürzlich auf Indymedia erschienen Aufruf von ‚Freund*innen der Potse‘ heißt: »Wann ist das Fass endlich voll, was ist der Tropfen, der alles zum Überlaufen bringt?
Wenn uns auch der letzte Ort genommen wurde? 
Nein, verdammt!


Jetzt ist Zeit zum Handeln, jetzt ist Zeit um miteinander aktiv zu sein, unsere Wut hinauszutragen und gemeinsam für eine bessere Welt zu kämpfen.« Wichtig ist dabei wieder Bezug auf einander zu finden, wieder die Gemeinsamkeiten in den Kämpfen um Räume, das Recht auf Stadt und Gegenkultur zu erkennen und sich aufeinander zu beziehen. Das bedeutet eben auch kritisch über die Konzepte subkultureller Räume und allgemeine Vorstellungen wie wir »alles verändern« zu diskutieren. Wollen wir die Szeneblase einfach immer weiter erweiteren und daraus in die Gesellschaft wirken? Oder sehen wir sie als Stützpunkte und Rückzugsorte im Kampf gegen den Rechtsruck, als Fundament für einen Kampf »vom eigenen Standpunkt aus«? Wir jedenfalls freuen uns, wenn ihr uns zu diesen aktuellen Kämpfen mit Flyern und Plakaten versorgt, die wir dann bei Bestellungen mitverschicken können. Vielleicht können wir so einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass Kämpfe wieder verbundener und bekannter werden. Auf Facebook versucht die Seite Frei-T-räume zumindest so etwas wie einen Überblick zu liefern. Auch ein kleiner Anfang. Ganz viel Kraft & Power an all die Projekte wünscht auf jeden Fall die BM-Crew! Auf ein kämpferisches 2019!


# Lieferzeiten
Infos für die Lieferzeiten rund um Weihnachten könnt ihr hier sehen. Wir geben dieses mal keine Geschenktipps – wenn ihr aber was passendes sucht, weil ihr irgendwie familär verpflichtet seid was zu verschenken, schreibt uns ruhig mal an… wir haben inzwischen Erfahrungen mit dem Dilemma. Die folgenden Zeiten gelten für bezahlte Bestellungen, nicht den Eingang der Bestellung!

→ Artikel mit angezeigter Lieferzeit am besten bis zum 10.12. bestellen

→ Artikel die als 'lieferbar' angezeigt werden am besten bis zum 20.12. 14 Uhr bestellen

→ PDF Gutscheine verschicken wir bis 24.12. 14:00

→ Express Versand dann geht’s theoretisch noch bis zum 22.12. 12:00


# Make Rojava Green Again Vortrag in Flensburg

Am Dienstag den 4.12.2018 wird es um 19.00 Uhr in der ganzen Bäckerei (Hafermarkt 10) eine Infoveranstaltung unter dem Titel „Make Rojava green again“ die wir hiermit bewerben wollen:

Zwischen Krieg und Embargo – Ökologische Arbeiten in Rojava
Ein von der Natur entfremdeter Mensch ist ein von sich selbst entfremdeter, ein sich selbst zerstörender Mensch – kein System hat diesen Zusammenhang deutlicher als die kapitalistische Moderne aufgezeigt: Umweltzerstörung und ökologische Krisen gehen Hand in Hand mit Unterdrückung und Ausbeutung des Menschen. Die rücksichtslose Mentalität vom maximalen Profit hat den Planeten an den Rand des Abgrundes geführt, die Menschheit in ein Chaos aus Krieg, Hunger und sozialen Krisen gestürzt. Deswegen ist genauso wie Frauenbefreiung und die umfassende Demokratisierung aller Lebensbereiche die Entwicklung eines ökologischen Gesellschaftssystems ein Grundpfeiler der Revolution von Rojava.
Auch und vor allem in Rojava, als ein von kolonialer Politik über Jahrhunderte ausgebeuteter Raum, sind die Folgen vom Krieg, Naturzerstörung und wirtschaftlichem Embargo omnipräsent. Dem entgegen wird seid 2012 eine neue Gesellschaft basierend auf dem Demokratischen
Konföderalismus aufgebaut. Seit Februar diesen Jahres hat die Internationalistische Kommune in Zusammenarbeit mit den lokalen Selbstverwaltungsstrukturen die Kampange „Make Rojava Green Again“ gestartet um auch die elementaren Fragen der Ökologie in den Fokus der
Rojava-Revolution zu rücken. Ziel ist es unter anderem eine dezentrale Versorgung der Ernährung und Energie auf Grundlage ökologischer Werte zu schaffen.


# Hambi
Ein paar Gedanken von Anti-Atom-Aktivist*innen zum Erfolg im Hambacher Wald, über Gerichte und Aktivismus, den wir euch nahe legen wollen: https://www.contratom.de/2018/11/04/waldbesetzung-umsonst-von-gerichtsurteilen-und-widerstand/


# Repression gegen St. Pauli Fans
»Dies sind Zeichen, die nur ein Polizeistaat setzen kann!« — Statement der »Braun-Weißen Hilfe« zum skandalösen Verhalten der Polizei NRW gegen St. Pauli Fans Anfang letzten Monats. Dabei sollten wir immer bedenken, dass repressive Maßnahmen und Polizeimanöver immer zu erst an Fußballfans getestet werden – die Bedeutung geht also weit über den Fußballkontext hinaus. — No Cops. No Problems. Pressemitteilung der braunweißen Hilfe