Was ist der Sinn, wenn wir nicht Spaß haben können?

Ahoi, zugegeben – eine Headline, die unter den gegebenen Umständen doch durchaus etwas zynisch wirken kann. Ein ›Lockdown‹, der alles verbietet was Spaß macht und uns gleichzeitig im Hamsterrad von Konsum und Produktion weiterlaufen lässt bestätigt mal wieder, dass der Kapitalismus nichts als ein Todeskult ist. Die Wahlen in den USA sind auch nicht gerade vielversprechend und die sogenannten Wahlen in Belarus sorgen ebenfalls für weitere Konflikte, bei denen sich auch zunehmend die Repression gegen Anarchist:innen verschärft.

Aber es passieren ja auch gute Dinge – der Widerstand im Danneröder Wald wächst stetig und auch bei uns in Flensburg gibt es eine neue Waldbesetzung. Wir denken, dass Kämpfe von unten, die sich verbreiten können die Basis für gesellschaftlichen Wandel aufbauen können, anhand von ihnen können wir die Konfliktlinien dieser Gesellschaft neu ziehen.

Bei uns läuft es unter den Umständen ganz gut weiter – allerdings haben pünktlich zum erhöhten Bestellaufkommen wegen Corona einige Lieferant:innen und die Lieferdienste wieder Probleme, eben auch wegen Corona. Daher bitten wir um etwas Geduld in nächster Zeit.

Nun, mit Spaß hatte der Text bislang weniger zu tun – aber wir denken, dass er doch elementarer Bestandteil von jeder wirkmächtigen gesellschaftlichen Veränderung, vom Leben an sich, ist. Warum das so ist, könnt ihr in dem wirklich schönen Text vom leider kürzlich verstorbenen David Graeber nachlesen von dem wir die Headline gestohlen haben. Ein Text, der wesentlich metaphysischer ist, als unsere sonstigen Empfehlungen, aber gerade deshalb vielleicht in düsteren Zeiten wie diesen hilfreich sein kann. If we can‘t have fun, it‘s not our Revolution.

 

Eure bm-crew.