#wirwärengernemehr

Ahoi, wir schreiben diesen kleinen Blogpost noch unter dem Eindruck der Ereignisse in Chemnitz – und auch unter den Auswirkungen für uns direkt hier vor Ort: eine stark spürbar angestiegene Bestellanzahl. Insbesondere Antifa Sachen, viele davon gingen nach Sachsen. Zu einer der Reaktionen auf die Ereignisse in Chemnitz, nämlich dem #wirsindmehr schrieben wir auf Facebook:

»Das live Video von #wirsindmehr kennt ihr wahrscheinlich schon, oder? Wir ziehen uns das gerade nebenbei zum Feierabend rein ... und sind ja schon ein bisschen begeistert und gerührt von so vielen Leuten, immer wieder brauchbaren Ansagen und Antifa Rufen und Fahnen im Publikum. Auch schön, dass die Fahne von Wir sagen Moin immer wieder zu sehen ist
Selbstverständlich ersetzt so ein Event keine praktische Antifa Arbeit - der Kampf gegen Nazis kann leider nicht immer so schön sein wie ein gemeinsames Konzert. Bisweilen muss er auch handfest und konfrontativ geführt werden. Um in der Lage zu sein sich dem Mob entgegen zu stellen muss mensch sich aber auch erstmal finden, sich kennen lernen und vernetzten und dafür ist eben auch so ein Konzert gut brauchbar

Genauso darf der Kampf gegen Nazis eben aber auch nicht nur Feuerwehrpolitik bleiben - es bedarf antifaschistischer Strukturen und Vernetzung überall... daher gab es von uns in den letzten Tagen nicht viel zu Chemnitz zu hören. Denn auch wenn sich Leute aus der Crew dort aufhielten waren wir auch mit vielen lokalen Projekten, den Seebrücke Demos und nicht zu letzt mit Regeneration beschäftigt. Denn eines ist auch zu spüren: seit letzter Woche gibt es einen hohen Bedarf an Antifa Material! Wir sind am rotieren um alles schnellstmöglich zu verschicken und arbeiten wie bekloppt. Insbesondere die spürbar hohe Zahl an Bestellungen aus Sachsen feiern wir derbe.

Danke an alle, die sich dem Rechtsruck (auf allen Ebenen) entgegen stellen! «

In dem Post wurde ein Fakt aber nicht erwähnt: in der Realität, besonders in Sachsen, wären wir halt auch gerne nur einfach mehr – sind es de facto allerdings nicht!

Dennoch sind wir gar nicht so pessimistisch – #wannwennnichtjetzt hat ein engagierter Jugendarbeiter aus Grimma in der taz als Alternativen Hashtag vorgeschlagen. Zumindest bei uns im Büro haben wir das Gefühl, dass dieser Hashtag doch auch seine Berechtigung hat und auf praktische Resonanz stößt. Im neuen Song von Neonschwarz dreht es sich genau um die Thematik, der Text trifft oftmals genau ins Schwarze: 

Wir ihr vielleicht am Datum des Posts gesehen habt – er ist gar nicht Anfang Oktober geschrieben, der Schreibende verschwindet nämlich heute für einige Zeit in den Urlaub.
Habt also auch etwas Geduld in den ersten Oktober Tagen, wir werden etwas unterbesetzt sein.

Solidarische Grüße gehen außerdem an alle, die sich nach wie vor der Räumung des Hambacher Waldes (https://hambacherforst.org/) entgegen stellen!

Bis dahin,
eure bm-crew

#Englisch
Great news for our english speaking followers – we finally managed to get at least an english navigation for our shop online! Check it out & if you find mistakes, let us know.

#Seitan
Die »Flensburger Seitanisten« stellen in handarbeit leckere vegane Bio Aufschnitte her… wenn die dann mal vorbei kommen und fragen ob wir nicht auch ein bisschen beim Vertrieb helfen können, sagen wir na klar ja. Lecker sind sie und die Grundidee passt auch! Gibt's hier.

#Lesung
Am 16. Oktober machen wir eine der ersten Lesungen aus »From Democracy to Freedom« in Flensburg. Ihr seid na klar herzlich eingeladen – oder ihr organisiert einfach was bei euch in der Stadt, sagt uns einfach Bescheid.

#Besetzen
Im Herbst heißt es wieder #besetzen in Berlin.

#Rabaz
Ende des Jahres soll das Autonomes Zentrum Köln geräumt werden. Die Stadt will das Gebäude abreißen… um Rollrasen zu verlegen. ROLLRASEN!
Auch der Bauwagenplatz »Wem gehört die Welt« ist bedroht. Daher rufen die beiden Projekte im Oktober zum Vernetzungs- und Aktionswochenende auf – wir legen solidarisch Flyer in jede Bestellung & hoffen das ganz auch hier etwas pushen zu können!