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Fragt uns, wir sind die letzten. Eine Interviewbroschüre, Teil 6

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Paul Parin: Es ist Krieg und wir gehen hin

Paul Parin: Es ist Krieg und wir gehen hin

Cottbus befreit! Täter, Opfer, Widerstand im "Dritten Reich"

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01-009-205
Broschüre, A4, von Daniel Häfner und Bernd Müller unter Mitarbeit von weiteren Autor*innen

Dokumentarische Aufarbeitung zu den Geschehnissen des 22. April 1945 im Großraum Cottbus. Cottbus war in allen Bereichen Teil der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie. Vorgestellt werden die Kriegsindustrie der Stadt, Täter und Opfer des „Dritten Reiches“, aber auch der Widerstand.

Wir wollen auf die Bedeutung des 22. April 1945 für Cottbus hinweisen und die Erinnerung daran wachhalten. An diesem Tag gelang es der Roten Armee, die Truppen der Wehrmacht, des „Volkssturms“ und der SS aus der Stadt zu drängen. Für die verbliebenen Bewohner*innen von Cottbus, aber auch für die vielen Zwangsarbeiter*innen, die damals in Cottbus ausgebeutet wurden, war damit der Krieg vorbei. Und mehr: Es war für sie die Befreiung!

Wir wollen zeigen, dass es in Cottbus – wie in jeder anderen Stadt Deutschlands – Täter, Opfer und auch Widerstand gab.

Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten und andere, die mit dem faschistischen Regime nicht konform gingen, wurden auch in Cottbus verfolgt. Die Täter hatten hier ihren Dienstsitz und die meisten von ihnen wohnten auch hier. Was in den Jahren von 1933 bis 1945 in Cottbus geschehen ist, soll nicht vergessen werden. In der Broschüre wollen wir auf die Schicksale hinweisen: Täter und Opfer hatten Namen und Adressen.

Tausende Zwangsarbeiter*innen waren in zahlreichen Lagern in und um Cottbus untergebracht, und sie arbeiteten neben Deutschen in der Cottbuser Rüstungsindustrie. Auch ihr Schicksal darf nicht in Vergessenheit geraten. Viele starben hier und andere warten auch heute noch auf ihre Entschädigung.

Am 22. April 1945 war der Krieg in Cottbus vorbei und gut zwei Wochen später – am 8. Mai – kapitulierten die deutschen Streitkräfte bedingungslos. Seitdem gilt der 8. Mai als Tag der Befreiung, worauf auch der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker hinwies.

Natürlich ist dieser Begriff schwierig, denn diese "Befreiung" führte ja nicht zu einem Leben in vollständiger Freiheit und Gleichheit. Dennoch ist dies der richtige Begriff, weil „Kriegsende“ zu schwach klingt, um den Umbruch zu beschreiben, der sich vollzog – und das Ende des Leidens von Millionen.

Die Menschen wurden befreit von einem unmenschlichen und verbrecherischen System. Im Kampf für die Freiheit starben Millionen Menschen – wir wollen sie ehren und ihr Opfer in Erinnerung halten.

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Erscheinungsjahr 2020
Erstveröffentlichung 2020
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