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Tot ohne Gott. Eine neue Kultur des Abschieds.

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Horst Stowasser: Das Projekt A (herausgegeben vom Horst-Stowasser-Institut)

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diskus – Nr. 1.18 »Trotzdem«

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01-009-973-1
Frankfurter Student_innenzeitschrift
Heft, A4, 84 S., Dezember 2018

INHALT

Alex Struwe
Souveräne Ohnmacht. Überlegungen zu Macht- und Bewusstlosigkeit gegenüber den Verhältnissen

Surplus Club
Proletarisierung im Überschuss. Ein Kommentar über das heutige Verhältnis von Surplus-Proletariat und Ohnmacht

Ein Interview mit Thomas Ebermann
Denen die Treue halten, die ihr Leben für die große Verweigerung haben

Lutz Garrels
Zum Gefühl der Ohnmacht. Fromms Studie von 1937 reloaded

Hannah Hecker und Helge Petersen
In Feindschaft vereint. Zu den Gemeinsamkeiten von Linkspopulismus und linkem Insurrektionalismus

Kunst und Ohnmacht - ein Gespräch
Über die Macht und Ohnmacht von bildender Kunst

Anastassija Kostan
Ohnmacht als Ausgangspunkt emanzipatorischer Praxis. Luce Irigarays Écriture Feminine einer weiblichen* Materie

Teile der Initiative ['ka:pri]
Solidarisch gegen das Gefühl der Ohnmacht? Reflexionen aus der Praxis einer Gruppe, die psychische Krisen politisch verstehen will

Thomas Seibert
Diskus über die freiwillige Unknechtschaft

KLEINE ANFRAGE

GARIP DÜNYA
Plus Fem! Mehr Frauen in die Kunst!
Das Unsichtbare Komitee: Jetzt! Eine Rezension
Kritik als ob. Oder: Die unerträgliche Lächerlichkeit des Kommunismus
Anmerkungen zu 'Der kommende Aufprall"

Editoral:

Liebe Leser_innen,
wir freuen uns, Euch unser Heft Trotzdem vorzulegen.
Das Thema ist Ohnmacht. Wir haben intensiv gelesen, diskutiert und dem Thema teilweise ratlos gegenübergestanden. Im Folgenden ein paar Gedanken:
Die neoliberale Gegenwart befördert das Gefühl der Ohnmacht, zugleich bei den ohnehin schon Marginalisierten und Ausgeschlossenen, wie auch bei allen Menschen, denen damit gedroht wird, ebenfalls zu diesen zu gehören. Ohnmacht liefert eine Basis für den Aufstieg der weltweiten Faschisierung, indem sich die Reaktion als Zurückgewinnung verlorener Handlungsmacht inszeniert. Dies passiert auf unterschiedlichen Ebenen, die nicht voneinander getrennt werden können: vom postindustriellen Arbeitsplatz, über den gesamtgesellschaftlichen ›Kampf der Kulturen‹ bis hin zur ›Zurückgewinnung‹ nationalstaatlicher Souveränität. Den ›Kit‹ bildet die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit – verbunden mit Imaginationen einer äußeren Gefahr durch globale Migration und Flucht, und einer inneren Bedrohung durch Eliten und Verschwörungen.
Das Gefühl der Ohnmacht erreicht zudem auch die, welche bis jetzt am Glauben an die Überwindung von Ausschluss und Unterdrückung trotz alledem festhielten. Ohnmächtig sind nicht nur die Anderen. Dies zeigte sich auch in den Reaktionen auf Krisen von Wirtschaft, Demokratie und Nationalstaat des letzten Jahrzehnts. Oft bleibt von der Suche nach dem Besseren nur der Versuch das Schlimmere zu verhindern.

Und trotzdem heißt ohnmächtig zu sein nicht, dass man aufgeben muss.
Die Erfahrung von Ohnmacht kann als ein zentrales Moment spätkapitalistischer Subjektivität gelten. Zum einen, weil Ohnmachtserfahrungen heute überall gemacht werden. Zum anderen, weil die Reflexion der eigenen Ohnmacht nicht nur, aber auch in der Linken keinen Platz hat. In der von Imperativen der Selbstbehauptung und -optimierung durchzogenen neoliberalen Gegenwart ist kein Platz für Mängel oder dafür, sich zurückzunehmen. So lastet ein Druck auf allen, der eigenen Ohnmacht Herr zu werden, um täglich zu malochen.

Mit dieser Ausgabe reflektieren wir einige Erfahrungen und Bedingungen von Ohnmacht, ohne der Pseudoaktivität das Wort zu reden. Viele Fragen standen am Anfang dieses Heftes und wir sind froh, dass unsere Autor_innen bereit waren, mit uns gemeinsam einzelne Fragen genauer zu betrachten.

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Autor*in Diverse Autor*innen
Verlag Selbstverlag
Sprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2018
Erstveröffentlichung 2018
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