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Banner neues im August

Die autoritäre Formierung brechen.


Ahoi,

einen schönen sommerlichen Newsletter verfassen, passend zum Sonnenschein und etwas relaxed… das wäre es mal gewesen. Dann schaut mensch in die Links, die sich so über den Monat gesammelt haben – und dann bleibt echt wenig Anlass dazu relaxed zu bleiben. Obwohl einiges dadurch auch wiederum am Wetter liegen könnte – ein Seehofer und vermutlich jeder Streifenpolizist hat sicher einiges an zu viel Sonne abbekommen.

Foto vom Aufkleber gegen den Horst

Die autoritäre Zuspitzung der Gesellschaft hat viele Gesichter, nicht nur das von Horst – von neuen Polizeigesetzen, fragwürdigen Razzien bei IT Kollektiven oder linken Hausprojekten, verschärfter Repression gegen Leute, die sich diesem entgegen stellen wie zum Beispiel in Nürnberg oder nach wie vor gegen die Gegner*innen des G20, über die widerwärtige Diskussion in der Gesellschaft ob mensch nun andere Menschen ertrinken lassen dürfe, Nazi-Parolen beim Staatsschutz und kein Hahn kräht danach und parallel der Schlussstrich unter die Nazi-Terrororganisation NSU, während sich die nächste Terrorzelle bereit macht und schon jetzt wieder weggeschaut wird, …

Wir könnten diese Auflistung leider noch weiterführen – und wenn wir über den begrenzten Kaltland-Tellerrand blicken, dann wird es auch nicht gerade rosiger. Aber vermutlich haben wir auch schon so die Hälfte der Leser*innen verschreckt. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass uns kein sogenannter Rechtsstaat, keine Partei und auch sonst niemand außer wir selber aus diesem Schlamassel herausziehen wird.

Ab und an ist dazu eine Auszeit vom täglichen Wahn nahezu überlebensnotwendig. Sich einfach mal um sich selber, Freund*innen und die eigene Crew kümmern, mal ein paar Tage keine Nachrichten verfolgen…  Allerdings holt eine*n der Scheiss ja regelmäßig wieder ein und raus ziehen bleibt eine Wunschvorstellung. Eine Weltflucht macht temporär nur Sinn, wenn in ihr selber auch immer die geflohenen Ursachen präsent gehalten und reflektiert werden – um dann wieder mit voller Energie zurück zu schlagen, sich zu organisieren und die Ohnmacht überwinden zu können, bzw. es zumindest zu versuchen.
In solchen Momenten sind wir immer wieder froh, wenn wir bei BM merken, mit unserer Arbeit Leute zu erreichen und coole politische Projekte supporten zu können.

Es lassen sich aber auch positive Ansätze finden: Unzählige »Seebrücke« Aktionen für Seenotrettung, Demos in vielen Bundesländern gegen die Polizeigesetze (wie z. B. in Düsseldorf) und auch die riesige #ausgehetzt Demo in München. Sowas gibt doch ein bisschen Mut und zeugt von Spuren der Restvernunft.


Im September organisieren die Genoss*innen der Interventionistischen Linken eine große antirassistische Parade unter dem Motto »We‘ll come United«… wir unterstützen die Mobilisierung mit einigen Soli-Stickern.

Never surrender,
eure bm-crew

Hier gehts zu den neuen Sachen im Shop.


#G20 — Gerade, wenn es darum geht, der Gesamtscheisse etwas entgegen zu setzen, ist es eben auch wichtig sich mit der eigenen Geschichte und den erfolgreichen Erfolgen und auch in Selbstkritik zu üben. Erfreulicherweise kamen in letzter Zeit einige Reflexionen zum G20 rein:
dissenz G20, ein neuer kostenloser Reader, der sehr strukturiert die Gipfeltage aufarbeitet.
Riot: Was war da los in Hamburg? eine mehr theoretische Auseinandersetzung zum Riot während der Gipfelproteste
No G20 Dokumentation: eine umfassende Dokumentation von Aufrufen, Videos, Artikeln, etc.
G20. Verkehrsprobleme in einer Geisterstadt: Reflexionen aus dem Protestspektrum
Don‘t Try to Break Us We‘ll Explode: ein weiterer kostenloser Reader, der einen guten Überblick über die Gipfeltage liefert.
Da war doch was in Hamburg: persönliche Reflektionen.




#Weltweit — Schön zu sehen, wie sich der Anarchismus weltweit verbreitet – hier gut zusammengestellt von Gabriel Kuhn für die IZ3W



#Our Piece


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