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Alfredo M. Bonanno : Die anarchistische Spannung

Alfredo M. Bonanno : Die anarchistische Spannung

Das Recht auf Faulheit und individuelle Enteignung

Das Recht auf Faulheit und individuelle Enteignung

Sprung ins Unbekannte

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Gedanken für eine anarchistische Offensive im Herzen der Befriedung
Heft, 32 S., erschienen 2011

« Die Gründe, die uns zur Revolte verleiten, gehen nicht aus dem Streben nach einem utopischen Paradies, nicht aus einer moralischen Erpressung mit dem Elend anderer und auch nicht aus der katastrophistischen Dringlichkeit einer zugrundegehenden Welt hervor, sondern zunächst und vorallem aus dem Willen, uns bereits jetzt, indem wir den persönlichen Konflikt mit dieser Welt ausleben, jenes Wohlgefühl zu verschaffen, jene Stückchen Freiheit zu geniessen, die wir empfinden, wenn das Denken mit dem Handeln einig ist. Weit mehr als eine blosse “Meinungs-verschiedenheit“, ist es die Art und Weise selbst, die Existenz zu betasten, was uns von jenen unterscheidet, die sich mit den herrschenden Lebensbedingungen zufriedengeben können. In einer Welt, in der jeder nach seiner Rolle zu funktionieren hat, in der nicht nur Fügsamkeit, sondern auch Langeweile den Alltag regieren, verlangt es uns nach noch nie gedachten Gedanken, noch nie getroffenen Personen, noch nie erlebten Erfahrungen, noch nie erarbeiteten Fähigkeiten, von denen wir mit jedem gewagten Schritt, mit jeder durchbrochenen Gewohnheit einige weitere entdecken und zugleich tausend weitere erahnen. Es ist die Verlockung des Unbekannten, ein “Mehr, viel mehr!“, ein Lebensanspruch, der sich mit nichts zufriedenstellen lässt, was uns diese Ordnung anbieten kann. Dies ist es, was jeglicher Resignation entgegenhält. Dies ist es, was nach der aufständischen Zerstörung aller Schranken strebt, nach der sozialen Revolution. »

Auszug aus “Sprung ins Unbekannte”

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